14 Apr

Mangrovenpflanzung

Datum/Zeit
Datum - 14.04.2012
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Anzahl Bäume: 1300

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Mangroven schützen Küstenregionen bekanntlich vor Abrasion und bilden eine Schutzwall gegen Tsunami. Nicht zu unterschätzen sind ihr ökologisches Nutzen: das Wurzelwerk bietet Schutz für kleine Fische oder Krebse, und es reinigt das Meerwasser. Ein Mangrovenwald bietet Lebensraum für einige Vogelarten, Schlangen, Insekten bis Säugetiere.

Am Samstag, den 14. April 2012 pflanzen wir 1.300 Propagule von Mangroven, die zwecks Stabilisierung gegen Seewellen an Bambusstäben gebunden werden. Diese einfache Konstruktion von Wellenbrechern wird am Morgen von erfahrenen Erwachsenen angebracht. Die 1.300 Mangrovenpropagule wurden am Freitagabend transportiert und werden von einem Team (extra aus der Provinzhauptstadt Surabaya) bewacht, das am Strand zwei Zelte aufbaut und dort übernachtet (alle Achtung: 4 Stunden Autofahrt, dann noch am Strand zelten) und das Fernsehteam & Journalisten empfangen wird.

Ablauf:

  • 7 Uhr früh: Treffen in der Schule.
  • 8 Uhr: Abfahrt zur Pflanzungsstelle am Strand
  • 9 Uhr: Pflanzung durch Vertreter mitwirkender Gruppen, zugleich Einführung 12 Uhr Mittagessen, dann nach Hause. (13 Uhr: Flut)

Für die Pflegephase (4 Monaten) brauchen wir noch Geld. Spenden sind willkommen: Stichwort Mangrove Indonesien.

Die Pflanzung wurde als eine Umweltaktion und -bildung konzipiert. Im Laufe der Zeit wollen viele mitmachen: zunächst waren 15 Soldaten angemeldet, dann 20, dann 25, nun 40. Die Kosten steigen und steigen: von 100x Mittagessen, nun 270x; Snack für  2 Polizisten, nun 6 (ab 50 Teilnehmer brauchen wir eine polizeiliche Genehmigung, je mehr Personal im Einsatz … na ja); Presse verursacht hier auch Kosten, usw. 40 Kinder inkl. LehrerInnen einer Grundschule (5. Klasse) SDK St. Fransiskus Xaverius und 50 Kinder inkl. LehrerInnen von einer Mittelschule SMPK St. Elias in Situbondo, 40 Mitglieder der Umweltgruppen aus zwei Oberschulen, 40 Soldaten, 20 Freiwilligen aus einer Frauenorganisation, 6 Polizisten, 5 von Umweltbehörde (der Chef hat am Freitag Einführung gegeben), 20 Einwohner, etliche vom Kirchenvorstand und einige von der Gruppe Herr Gani (hat Umweltpreis gewonnen, wir haben die Mangrovenpropagule bei ihm bestellt), einige Volksvertreter, ….

Die Pflanzung ist nicht effizient: 240 Personen, 1300 Mangroven (von 1.000 auf 1.300 aufgestockt, mehr gibt’s erst in 3 Monaten), und es gibt Aufgaben, die in Deutschland schwer zu glauben sind, dass es sie geben kann. Aber ich denke, ich wuerde es wieder machen, auch wenn ich noch nicht weiss, ob morgen alles klappt.

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