07 Mai

Deine Hände gegen den Klimawandel – WikiWoods sucht Freiwillige für Baumpflanzaktion im Biesenthaler Becken!

Die Internetplattform WikiWoods sucht noch freiwillige Helfer, die Lust haben, ab Oktober beim Pflanzen von ca. 25.000 Laubbäumen mit anzupacken. Im Biesenthaler Becken, nördlich von Berlin, soll auf einer Fläche von 5 ha ein gegen Sturm und Schädlinge anfälliger Lärchenwald in einen widerstandsfähigen Mischwald umgewandelt werden. Die NABU – Stiftung Nationales Naturerbe stellt die Fläche als WikiWoods-Kooperationspartner bereit und garantiert die langfristige Erhaltung als Naturschutzgebiet. Die Aktion dient gleichzeitig als Pilotprojekt für weitere Baumpflanzaktionen, die weltweit durchgeführt werden können. Ein detaillierter Projektbericht wird auf der WikiWoods-Website veröffentlicht werden.
Das Ziel von WikiWoods besteht darin, Freiwillige auf der ganzen Welt zusammenzubringen, um durch Baumpflanzungen nachhaltig positiv auf das Klima einzuwirken. Durch großflächige Bewaldung soll CO2 aus der Atmosphäre wieder gebunden werden. Ins Leben gerufen wurde WikiWoods von Ingo Frost. Er sieht das Potential von WikiWoods so: „Klimaschutz beginnt mit der massiven Reduzierung des CO2 Ausstoßes – gleichzeitig kann durch den Aufbau naturnaher Wälder CO2 aus der Luft wieder gebunden werden.“

Damit die neu zu pflanzenden Bäume im Biesenthaler Becken nicht gleich wieder vom Wild gefressen werden, muss zunächst ein Zaun um die betreffende Fläche gebaut werden. Freiwillige werden noch für den 6. Oktober zum Zaunbau sowie für den 28. Oktober für die ersten Baumpflanzungen gesucht. Weitere Infos und Anmeldung unter: www.WikiWoods.org (siehe mitmachen);
WikiWoods gewinnt beim Nachhaltigkeitswettbewerb „Mission Sustainability“

WikiWoods hat beim Ideenwettbewerb Mission Sustainability teilgenommen. Eine hochkarätige internationale Jury hat aus zahlreichen Ideen zu nachhaltiger Entwicklung die besten Beiträge ausgewählt. WikiWoods hat den Jury-Preis gewonnen! Nun geht es darum, in der zweiten Runde um den Publikumspreis anzutreten. Wer die WikiWoods-Idee gut findet, kann dafür stimmen unter: http://www.mission-sustainability.org/
Weitere Infos unter: www.wikiwoods.org

Zu WikiWoods

WikiWoods ist ähnlich wie Wikipedia als Plattform angelegt. Sie soll verschiedene Akteure zusammenbringen und ihnen die Möglichkeit geben, sich in Gruppen zu organisieren und in der jeweiligen Region Wald-Projekte selbst durchzuführen. So können sich begeisterte Klimaschützer und Hobbypflanzer mit Förstern und anderen Umweltgruppen zusammenschließen. Pressesprecherin Karin Beese :„WikiWoods ermöglicht es Freiwilligen, sich ein-oder mehrmalig zu engagieren, ohne sich langfristig verpflichten zu müssen.“ Sach- und Geldspenden tragen dazu bei, dass brachliegende Flächen gekauft und langfristig als Wälder erhalten werden können. Biologen, Umweltschützer, Forstwissenschaftler und lokale Umweltgruppen haben die Möglichkeit, als Experten ihre Erfahrungen einzubringen und die jeweiligen Freiwilligengruppen zu unterstützen.

05 Mai

Aus dem Sandsturm lernen – Gehölze zurück auf die Acker bringen

Freiwillige der Initiative WikiWoods pflanzen Feldhecke in Nordvorpommern

Verheerende Sandverwehungen haben am vergangenen Freitag auf der A19 bei Kavelstorf zu einer Massenkarambolage mit 8 Todesopfern geführt. Es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass der ungünstige Witterungsverlauf in diesem Frühjahr als Auslöser anzusehen ist. Die strukturellen Ursachen, die eine Erosion der Ackerböden in diesem Maße ermöglichen, liegen jedoch in der auf großflächigen und ausgeräumten Flächen praktizierten Form der Landwirtschaft begründet. Diese ist das Ergebnis der Flurbereinigungen und Melioration im 20. Jahrhundert. Die Agrarpolitik der letzten 20 Jahre hat diese Fehler nicht korrigiert, Bodenschutz ist in der EU und in Deutschland immer noch Randthema. Die Geschwindigkeit des Bodenverbrauchs ist weit höher als die natürliche Regenerationsfähigkeit. Kurzfristige ökonomische Interessen der Agrarindustrie werden der Erhaltung der Böden vorangestellt. Dies gefährdet die Ernährungssicherheit künftiger Generationen. Insbesondere Mecklenburg-Vorpommern ist durch einen Mangel an Ackerstrukturelementen gekennzeichnet. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden die meisten Feldgehölze, Sölle und Hecken beseitigt. Neben ihrer Bedeutung für die biologische Vielfalt sind Landschaftsgehölze wichtig für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Sie können u.a. zur Humusbildung beitragen, Bodenerosion verhindern und Dürreschäden reduzieren.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels mit einer Zunahme an sommerlicher Trockenheit und häufigeren Extremwetterlagen werden gerade diese für die landwirtschaftliche Produktion relevanten Aspekte an Bedeutung gewinnen. „Es wird daher höchste Zeit, nicht nur die verbliebenen Landschaftselemente in der Agrarlandschaft konsequent zu schützen sondern auch neue Strukturen wie Hecken und Gehölzinseln zu schaffen“, fordert Stefan Schwill, Vorsitzender des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) in Mecklenburg-Vorpommern. Agrarminister Til Backhaus (SPD) und der Präsident des Bauernverband M-V, Rainer Tietböhl, sind unterdessen eilig bemüht, jede Verantwortung der Landwirtschaft für den Sandsturm am 8. April zurückzuweisen. Der Flächendruck der Landwirtschaft ist enorm und wächst weiter. Hier sind Landwirtschaft und Politik in der Pflicht, Flächen für Gehölze zur Verfügung zu stellen. Ökonomie und Ökologie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern sind von gesamtgesellschaftlichem Interesse.

Die Freiwilligen-Initiative WikiWoods.org hat sich dem Pflanzen von Bäumen verschrieben und in vielfältigen Aktionen bereits zehntausende Gehölze in Nordostdeutschland gepflanzt. So sind neben neuen Wäldern bereits auch mehrere Kilometer Hecke in der Agrarlandschaft entstanden. Am 16. und 17. April werden Freiwillige in Sievertshagen (Nordvorpommern) erneut zur Tat schreiten und mit einem ortsansässigen Landwirtschaftsbetrieb eine Feldhecke anlegen. „Das wird ein Bespiel setzen, wie Landwirtschaft, Natur- und Bodenschutz gemeinsam notwendige Veränderungen voranbringen“, so Thomas Struwe von wikiwoods.org. Die politischen Entscheidungsträger sind aufgefordert, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit das Beispiel zum Erfolgsmodell wird.

V.i.S.d.P.: Thomas Struwe, Kurze Str. 4, D-17498 Alt Ungnade, Tel.: 0151 2829 0312 e-mail: greifswald [at] wikiwoods . org

05 Mai

Bauern denken um die Hecke

Über 1000 Bäume und Sträucher von Freiwilligen auf den Acker gepflanzt

Greifswald. „Bodenschutz mit WikiWoods“- unter diesem Motto pflanzten ca. 20 Freiwillige am Wochenende ca. 500 m Feldhecke in die vorpommersche Agrarlandschaft. Wikiwoods hatte zuvor dazu aufgerufen, ein deutliches Signal für mehr Landschaftsgehölze an die Politik zu senden. Der Sandsturm am 8. April hat eine breite öffentliche Diskussion über die ausgeräumten Felder in Ostdeutschland angestoßen. An der Aktion beteiligten sich auch Vertreter von Vereinen, BUND, NABU und Grünen. Thomas Struwe, Projektkoordinator bei WikiWoods, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz. „Wir fordern die Politik auf, es nun nicht bei Lippenbekenntnissen zu belassen, sondern neue Heckenpflanzungen in die Wege zu leiten“, so Struwe.

Finanziert wurde die Hecke über eine eigens gestartete Spendenkampagne. „WikiWoods-Aktionen leben davon, dass viele Menschen gemeinsam ihre Ideen verwirklichen. Der Grad der Selbstorganisation ist unglaublich hoch“, berichtet Struwe.

Eigens mit seiner Familie mit der Bahn aus Schwerin zum Pflanzen in Sievertshagen gekommen ist Arndt Müller vom BUND. Ihm gefällt der kooperative Charakter der Aktion, an dem Naturschutz und Landwirtschaft an einem Strang ziehen: „Wir müssen gemeinsam für veränderte Rahmenbedingungen einer europäischen Agrarpolitik streiten, die Landwirte nicht belohnt, wenn sie Hecken und andere Strukturelemente auf den Äckern beseitigen.“ Auch Silke Gajek, Landesvorsitzende der Grünen Mecklenburg-Vorpommern, freut sich über den Modellcharakter der Pflanzaktion: „Ich bin fasziniert, dass solche Aktionen existieren. Sie werden unabhängig organisiert und von Freiwilligen durchgeführt. Eine Super-Aktion.“

Das Vorpommern-Team der deutschlandweit tätigen Initiative WikiWoods.org kündigte für den Herbst bereits weitere Heckenpflanzungen in der Region an. „Das Potential dafür ist riesig. Nirgendwo sonst in Deutschland ist die Agrarlandschaft so ausgeräumt wie in den ostseenahen Gebieten Mecklenburg-Vorpommerns. Einzelne Landwirte haben bereits die Chancen erkannt, die mit der Pflanzung von Hecken auf ihren Flächen einher gehen und arbeiten gerne mit WikiWoods zusammen“, sagte Forstingenieur Martin Schmid, Sprecher der Initiative.

V.i.S.d.P.: Thomas Struwe, Kurze Str. 4, D-17498 Alt Ungnade, Tel. 0049 151 2829 0312, e-mail: greifswald@wikiwoods.org

10 Aug

Update: Obstbäume/ Steutz

Liebe Mitpflanzer,

Gestern (10.08.09) habe ich mir die Streuobstwiese angeschaut. Sie ist wunderbar geworden. Die Bäume sind gut angewachsen und einige tragen bereits Früchte. Nur ein Baum hat es nicht geschafft. Die Fläche wird gepflegt und die Stämme der Bäume sind sogar nochmal mit weißer Pilzschutzfarbe (oder irgendsowas) bestrichen worden. Unter den Bäumen entwickelt sich eine schöne hohe Frischwiese. Demnächst folgt noch ein Bild.

Gruß! Sebastian (Bernburg)