26 Nov

Kiloweise Eicheln gesät!

Bei untypisch sonnigem Novemberwetter haben WikiWoods-Freiwillige heute erste Erfahrungen mit der Saat von Eichen gesammelt. Bisher zwangen uns bei vielen anderen WikiWoods-Aktionen die stets vergrasten Kiefernbestände zur Eichen-Pflanzung (im dichten Gras haben Sämlinge keine Chance). Hier hat der gute Bodenzustand der Buchenfläche im Genshagener Busch uns jedoch eine erfolgversprechende Saat ermöglicht. Der Buchenschirm wird in den nächsten Wochen aufgelichtet, so dass die keimenden Eichen die nächsten Jahre genug Licht bekommen. Zusätzlich wird die Fläche gezäunt, damit hungriges Schwarzwild die Eicheln nicht wieder ausbuddelt und die nächsten Jahre gefräßiges Reh- und Damwild von den Pflanzen ferngehalten wird.

Zum Einsatz kamen neben normalen Spaten auch sogenannte Huff’sche Spaten, die, ursprünglich zur Kiefernpflanzung entwickelt, auch beim ergonomischen Einbringen von Eicheln gute Dienste leisten. Wichtig ist, die Eicheln etwa 4 cm tief in den Boden zu setzen. Setzt man sie höher, treiben sie im Frühjahr zu zeitig aus und können Nachtfrösten zum Opfer fallen. Zu tief gesetzt, treiben sie spät oder gar nicht aus.

Nachdem wir die Fläche vollständig mit Eicheln besetzt hatten, gab es am Lagerfeuer warmen Apfelsaft. Anschließend setzten wir auf der gegenüberliegenden Seite vom Weg einige hundert Eicheln in den Buchen-Lärchen-Mischbestand. Hier können wir später nachvollziehen, wie sich gesäte Eicheln ohne Zaunschutz entwickeln.

Zum Abschluss besuchten wir eine Pflanzfläche vom vergangenen Jahr. Hier hatten WikiWoods-Freiwillige Eiche und Hainbuche in Trupps unter Kiefer gepflanzt. Der Großteil scheint angewachsen, wobei die Eichen im ersten Jahr noch nicht viel an Höhe zugelegt haben. Auf einer benachbarten Fläche gab es einen bereits vor ca. 7-10 Jahren mit Eichen unterpflanzten Kiefernbestand zu besichtigen, der den WikiWoods-Freiwilligen eine Idee davon vermittelte, wie „ihre“ gesäten Eichen sich in den nächsten Jahren entwickeln könnten…

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